Dienstag, 31. März 2009

Penang

Penang war wunderschön. Das Hostel in dem wir unterkamen war das absolute Gegenteil von dem in Kuala Lumpur. Eine schöne Villa, sehr sauber und neu renoviert. Das Personal war freundlich, und so wurden wir für die Erfahrungen der Nacht zu vor entschädigt. Die Stadt die auf einer der Küste vorgelagerten Insel liegt, stellt einen ungewöhnlichen Mix aus Chinesischer, Kolonialer und Muslimischer Architektur und Kultur. Wir genossen die Zeit dort sehr, verbrachten einige Zeit am nur sehr spärlich besuchten Strand und wanderten genossen das gute Wetter.


Unser Hostel





Eine der armen, auf dem Wasser gebauten Siedlungen


Übernachtende Fahrer


Andrew und Ich beim feilschen








Das elektrische Surren hat es nicht wirklich sicherer erscheinen lassen...

Kuala Lumpur

Wir fuhren von Singapur aus mit einem sehr luxuriösen Reisebus, den wir um ein Haar verpassten, nach Kuala Lumpur. Die fahrt war angenehm und wir waren gespannt auf Malaysia. In Kuala Lumpur wurden wir allerdings von dem schrecklichsten Hostel überrascht das wir auf der gesamten Reise aushalten mussten. Der Aufenthalt war nicht zuletzt deshalb nur sehr kurz, und der Besuch der Petronas Towers blieb der einzige Höhepunkt bevor wir uns, mit einem nicht mehr ganz so noblen Reisebus, auf den Weg nach Penang im Norden Malaysias machten.





Petronas Towers


Reisebus mit nur 18 Sitzplätzen

Singapur

Andrew und Ich flogen ein paar Tage nach Mathias nach Singapur, so dass wir dort wieder mit Ihm zusammentrafen. Unser Hostel war in Ordnung und die Stadt so sauber wie erwartet. Es war erstaunlich zu sehen, dass Kaugummi dort tatsächlich verboten ist. Wir hatten allerdings aus Versehen ein paar Packungen ins Land geschmuggelt, so dass wir heimlich auf dem Zimmer, für ein par Minuten in den Genuss des Kaugummi-Kauens kamen. Ein bekannter von Mathias, der bei PWC in Singapur ein Praktikum machte, gab uns tagsüber eine Tour der Stadt und abends gingen wir mit Ihm und seiner WG feiern. Alles in Allem hat Singapur Spaß gemacht, aber es hat mich nicht so fasziniert wie andere Orte. Langweilig ist vielleicht ein bisschen hart als Urteil (vor allem da ich nur sehr wenig Zeit dort verbracht hab), aber die Stadt kam mir zum Teil vor wie eine große Shopping Mall.


View from one of the highest Hotel Bars


Ein Singapore Sling in der Raffles Bar


Die berühmte Shopping Street Orchard Rd





Blick beim Landeanflug


Abends im Club

Montag, 2. März 2009

Xian

Da die Chinesen während des Chinesischen Neujahrs viel Reisen, waren die Tickets für den Zug nach Xian leider ausgebucht und so „mussten“ Julietta und ich die Luxus Klasse buchen. Wir hätten auch einen normalen Sitz buchen können, aber nach den Horrorgeschichten die uns unsere Freunde erzählt haben, bin ich froh, dass wir es nicht getan haben. So hatten wir unser eigenes Abteil, eigenes Badezimmer und eine sehr entspannte Nacht im Zug nach Xian. In Xian selbst übernachteten wir in einer der Hyatt Regency Suite (zum Preis einer Jugendherberg in Deutschland) und liesen es uns gut gehen. Xian hat eine sehr schöne Stadtmauer und es war interessant die Terracotta Armee zu besichtigen, aber die Stadt ist dermaßen verschmutzt (vor allem die Luft), dass es schön war Abends in ein schönes Hotel zurückzukehren, sich bei einer Massage zu entspannen und frische Klimaanlagen Luft zu atmen…





Die Maske war wirklich notwendig...


Von gefälschten North Face Jacken zu Terrakotta-Kriegern


Eine der ältesten Moscheen in Asien


Fast Food im Muslim Quater


Chinesen und das Glückspiel


Vorbereitungen für das Chinesische Neujahrsfest


Xians Stadtmauer


Wenn man sich fragt wo die gute Luft herkommt


Mir war nicht ganz klar was uns dieses Kunstwerk sagen sollte... vieleicht das kleine Mädchen nicht mit großen Terracotta Kriegern mitgehen sollten...


Ja, das ist wirklich Smog. An dem Tag sind wir nach hause geflogen und erst einmal in der Luft konnte man sehen das es ein wunderschöner, klarer Tag war ohne eine einzige Wolke am Himmel.

Sonntag, 1. März 2009

Peking

Während meiner Reise kam es ab und zu vor, das ich zum Teil gar nicht realisieren konnte das ich wirklich stehe wo ich stehe. Ich stellte mir den Globus vor und dachte das es irgendwie unwirklich ist das ich wirklich gerade in dem Land, der Stadt, an dem Ort stehe. Einer dieser Momente war auf dem Tian amen Square vor dem Eingang der Verbotenen Stadt. Ein Anblick den man aus dem Fernsehen kennt und sonst immer mit diesem so weit entfernten Ort verbunden hat, den man so schnell nicht zu Gesicht bekommen würde…
Neben dem normalen Touristen Program in Peking, haben wir durch einen Freund aus Hongkong der in Peking wohnt und aufgewachsen ist auch Dinge gesehen die man wohl nur mit einheimischen Tourguide erleben kann. Unter Anderem gingen wir einen Abend in einer Discothek feiern. Es war etwas unreal die gleiche Hip Hop und Electro Musik zu hören wie bei uns zu Hause, und chinesische Jugendliche (etwa unser alter) zu sehen, die ohne mit der Wimper zu zucken 800 - 900 US Dollar für Getränke ausgaben. Der Vorteil jemand dabei zu haben der sich auskennt zahlte sich (auch schon in Hongkong) immer wieder aus wenn es zum Essen kam. Wir wären sonst wohl nicht einmal in der Lage gewesen ein Wasser zu bestellen. Nun kamen wir in den Genuß uns in einem der bekanntesten Restaurants Pekings, eine traditionelle Peking Ente vom Koch vor unseren Augen zubereiten zu lassen.
Einen Fehler machten wir bei einer Tour zur Chinesischen Mauer, da wir ein paar Freunde die auch zufällig in Peking waren bei der von ihnen gebuchten Tour begleiten wollten. Man sollte in China generell keine Touren buchen, es sei denn man möchte auf dem Weg noch durch unzählige „Jade- Seiden- Tonkrieger-Fabriken“, Teesalons oder Gratis Fußmassage/Chinesische-Medizin-Outlet-Center, geschleift werden. Aber das kommt halt davon wenn man den Reiseführer nicht richtig liest…





Man gewöhnt sich daran immer und überall uniformierte Leute zu sehen.


Peking Ente


Birdsnest


Schwimmhalle


Eingang zur Verbotenen Stadt am Tianamen Square





Schlittschuhlaufen mal anders...


Kein Nebel sondern Smog. An einem Durchaus schönem und klaren Tag


Auf der Chinesischen Mauer





In der Jade "Fabrik". Man beachte den "Besucherausweis" welchen sie sich tatsächlich getraut haben uns in die Hand zu drücken...


Sicherheit wird groß geschrieben. Warum nun ausgerechnet Schneewitchen, die 7 Zwerge und der Weinachtsmann so großem Schutz bedurften war mir jedoch nicht klar...


Malereien im Summer Palace


Peking Oper... fürchterlich für die Ohren.




Shanghai

Wir hatten uns entschlossen in China erst einmal keine Flüge zu buchen, sondern mit dem Zug zu fahren. Die Zugfahrt nach Shanghai war sehr angenehm. Wir hatten die „Soft-Sleeper“ Klasse gebucht und hatten zu Dritt (Julietta, Mathias und Ich) ein Vier-Bett Abteil für uns allein. Die Fahrt war angenehm und ich war ein bisschen überrascht wie angenehm es ist mit dem Zug durch China zu reisen. Shanghai selbst war dann sehr aufregend, da es (zumindest für mich und Julietta) ja die erst Reise in „Mainland China“ war.

Wir hatten aufgrund der Jahreszeit wahrscheinlich nicht das schönste Shanghai vor uns, und es war ein bisschen erschreckend wie sehr das eigene (Vorurteil-) Bild von einer zum Teil sehr dreckigen, teils hochmodernen, durch Arm und Reich gespalteten chinesischen Metropole bestätigt wurde. Während Hong Kong doch recht „westlich“ ist (Obwohl ich diesen Begriff ungerne verwende, da, auch wenn man teils oberflächlich betrachtet den Eindruck bekommt das eine „Verwestlichung“ Stattfindet, die Kultur, die sich in den Einstellungen oder im leben in den eigenen Vier Wänden wiederspiegelt, eine sehr chinesische/asiatische ist), wirkte Shanghai sehr zwiegespalten. Auf der Haupteinkaufsmeile wird unter der Kommunistischen Fahne der Kaufrausch ausgelebt, mit den gleichen Restaurant, Geschäften und Luxusgütern die wir kaufen, man sieht wenig Ausländer und es kommt dann und wann vor, das man angesprochen wird ob man ein Foto zusammen machen könnte. Dies liegt wohl daran das viele Chinesen aus abgelegenen Provinzen Chinas in Shanghai als Touristen unterwegs sind (vielleicht nicht zuletzt aufgrund der Unfähigkeit ins Ausland reisen zu dürfen) und den Anblick von Ausländern nicht kennen. Vielleicht waren aber auch meine roten Haare einfach zu exotisch…

Silvester war auch eher klein, da die Chinesen eigendlich nur ihr eigenes Neujahrsfest im Februar wirklich groß feiern. Wir fuhren dennoch zum Peoples Square um uns mit ein paar tausend anderen Menschen das kleine Feuerwerk anzuschauen. Ich weis nicht ob es wert war wirlich hin zu fahren, da wir einen Taxifahrer bestechen mussten um uns später wieder nach Hause zu bringen. Bei solchen Massenveranstaltungen schlägt sich das Mißverhältniss von Angebot und Nachfrage sehr schnell in einem 500 prozentigen Anstieg der Taxipreise nieder. Da es sich bei diesen jedoch im normalfall nur um centbeträge handelt, war es die 7 Euro oder so werd, um nicht noch kilometer weit nach Hause laufen zu müssen...

Spaß gemacht hat vor Allem die Fahrt mit dem Transrapid, und der Besuch der Höchsten Ausblickplattform auf einem Gebäude - dem Shanghai Financial Center.


Der "Eingang" nach China.


Julietta in unserem Zugabteil

Fast Food


Unser Silvester Feuerwerk. Viel mehr war dann auch nicht...


Blick vom 100. Stockwerk des Shanghai Financial Center in fast 500 m Höhe


der 431 km/h schnelle Transrapid


Shopping


Eines der "Ich-hab-nen-Ausländer-gesehen" Andenken Bilder