Montag, 24. November 2008

Oktoberfest, Philippinen, Pferderennen...

Hallo Ihr Lieben,

bevor ich von mir selbst berichte, möchte ich meinen beiden Großvätern, Opa Dieter und Opa Wolfgang gute Besserung wünschen! Ich denke an Euch und hoffe, dass Ihr schnell wieder auf den Weg der Besserung gelangt!

Ich bin im Moment sehr damit beschäftigt das Semester abzuschließen (Klausuren!) und deshalb meistens nicht mehr in der Stimmung etwas zu schreiben, wenn ich spät nachts die Bücher aus der Hand lege.
Seit meinem letzten Eintrag habe ich viel Neues gesehen und erlebt.

vor zwei Tagen habe ich mein US-Visum erhalten. Es ist erstaunlich, dass die Amerikaner mehr über mein Leben wissen wollten als ich selbst noch wusste. Ich musste richtig Nachforschungen anstellen als es darum ging, alle Arbeitgeber mit Kontaktdaten, alle Schulen mit Adresse etc. und alle Länder die ich in den letzten 10 Jahren besucht habe, samt Jahreszahl, aufzulisten. Auch war das Visum nicht gerade billig. Da die Formalitäten über eine Austauschorganisation laufen müssen und an jeder Ecke Gebühren verlangt werden, hat mich die ganze Aktion diesen Monat 750 € gekostet. Alles nur damit ein kleiner Aufkleber in meinem Pass eine weitere Seite belegt. Ich bin allerdings sehr erleichtert, das es am Ende doch so problemlos verlaufen ist das Visum in Hongkong zu beantragen. Jetzt habe ich meinen Rückflug nach Deutschland umgebucht, so dass ich wirklich erst nach dem Praktikum in Michigan, am 15. August wieder in Deutschland sein werde.

Ein beeindruckendes Erlebnis war unser Kurzurlaub auf den Philippinen. Besonders die unbeschreibliche Armut die uns dort erwartete hat mich tief beeindruckt. Es wird einem bewusst dass man auch von Traumstränden und Sonnenuntergängen nicht Satt wird. Alles in Allem war es eine sehr schöne, interessante Zeit mit vielen neuen Erfahrungen. Ein besonderes Erlebnis war es, einen Abend mit Einheimischen Jugendlichen in unserem Alter etwas trinken zu gehen. Wir haben die ganze Nacht vor einer 24 Stunden Bäckerei zugebracht und uns über Gott und die Welt unterhalten, getrunken und gegessen. Ganz ohne die sonst so üblichen Versuche uns etwas zu verkaufen, herumzufahren etc. Es war bewegend so mit den Jungs dort, auf einer Augenhöhe herum zu albern, und wie es Jugendliche überall auf der Welt tun, mit Freunden einen Abend "rumzuhängen". Es hat uns einen völlig anderen, viel persönlicheren Eindruck in das Leben dort und die Mentalität der Menschen beschert. Trotz der überwältigen Armut (der Tageslohn beträgt zum Teil 0,60€ am Tag) sind es Lebensfrohe, lustige Menschen und wir hatten eine Menge Spaß.

Zurück in Hong Kong habe ich mich dann vor Allem der Uni zugewandt. Ausnahmen waren das deutsche Oktoberfest im Mark O' Polo Hotel, bei dem wir zusammen mit der Band aus München, ausgelassen deutsche Schlager gesungen haben, und ein paar Ausflüge mit der Gruppe von "Locals" mit denen Mathias und Ich öfter etwas unternehmen. Dazu gehörte auch ein Besuch im deutschen Restaurant, so dass ich jetzt erst mal wieder mit deutschen Essen und Bier versorgt worden bin. Mit anderen Austauschstudenten waren wir außerdem auf der Pferderennbahn. Das Wetten dort ist das einzige legale Glückspiel in Hongkong und wird sehr ernst genommen. Taxifahrer studieren Jede Woche die Auswertungen der Rennen und Verfassung von Jockeys und Pferden. In der Rennbahn selbst, ist alles dann etwas gehobener, aber ein großer Spaß. Ich habe bei jedem Rennen gewonnen, und bin mit gut 300 HKD (30€) mehr in der Tasche nach Hause gefahren. Ein gutes Ergebnis, da ich immer nur 10 - 20 HKD (1-2 €) pro Rennen gesetzt hatte...

Noch eine Bemerkung zu meinem Bart. Wir haben zusammen mit anderen Austauschstudenten, mit dem Hintergedanken unsere Männlichkeit zu beweisen und zur Schau zu stellen, am "No-Shave-November" teilgenommen. Dieser ist nun glücklicherweise vorbei und ich bin wieder frisch Rasiert... :-)

So jetzt ist es schon wieder nach 2 Uhr Nachts und ich sollte mich langsam ins Bett begeben. Ich werde wohl nach den Klausuren wieder dazu kommen ein Update zu schreiben. Bis dahin!





Die für europäische Verhältnisse doch recht Große Strecke die wir für unseren Wochenendtrip zurücklegten. Ich denke ich werde mitlerweile meine CO² Bilanz, auf Lebenszeit versaut haben.


Das Sicherheitspersonal in Manila. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig das jedes Hostel mit Pumpgun bewacht wird.


Manila


Einer der Minibuse. Diese rausgeputzten Winzlinge sind das wohl beliebteste Fortbewegungsmittel.


Noch einer...


Ja. Es gibt länder in dieser Welt die in den Genuß eines 24 Studen Lieferservice von McDonald's kommen...


Manila


Fahrt von Cebu nach Batayan Island


Fortbewegungsmittel für jede Tages- und Nachtzeit... Sie bringen einen für ein par Pesos überall hin.


Dart


Batayan Island. Das Foto wurde direkt vor der Tür unserer Hütte aufgenommen. Wir konnten vom Bett direkt ins Wasser fallen.


Fahrt nach Virgin Island zum Schnorcheln





Mein vom Biertrinken gestählter Körper am Strand...














Jason


Kinder dir nach Peso Stücken tauchten die Leute von der Fähre aus ins Wasser warfen.


Forts San Pedro in Cebu


Rückflug nach Hong Kong


Happy-Vally Horse Racing


Mein Glückspferd.


Einer der Sonnenuntergänge die ich im Moment jeden Abend aus meinem Fenster raus genießen kann, währen ich versuche mich auf meine Bücher zu konzentrieren..


Noch einer...


Mein Arbeitsplatz...


Essen im King Ludwig, mit unseren "locals"


Der Beweis das ich dann und wann auch eine Präsentation halten muss...


Deutsches Oktoberfest. Eine sehr deutsche Veranstaltung mit der Skyline von Hong Kong im Hintergrund.


Dienstag, 11. November 2008

Semester-Halbzeit

Hallo Zusammen,

Endlich schaffe ich es mal wieder einen Post zu verfassen. Ich war in letzter Zeit sehr beschäftigt, da ich neben meinen Hongkong-Erkundungs-Touren, doch mehr Zeit für die Uni aufwenden musste. Ich hatte mehrere Mid-Term Klausuren und Präsentationen hinter mich zu bringen. Bis auf eine Klausur ist es relativ gut gelaufen. Die letzte Klausur habe ich allerdings völlig in den Sand gesetzt. Zum einen war ich nicht sicher genug in den Rechnen Aufgaben (es ging um Corporate Finance) und dann hat mich der Aufbau des Multible Choice Tests, völlig aus der Bahn geworfen. Na ja, ich werde mir überlegen ob ich nicht einfach einen Finanzkurs im letzten Semester in Berlin mache und dann mit einer besseren Note abschließe. Zeit dafür hätte ich auf jeden Fall.

Neben der Uni habe ich mich vor Allem um Visa Formalitäten gekümmert. Ich habe meine Unterlagen für das Praktikum so weit zusammen und warte jetzt darauf dass die Firma auch Alles einreicht. Danach sollte Alles ganz schnell gehen und ich hoffe meinen Termin beim amerikanischen Konsulat noch im nächsten Monat über die Bühne zu bekommen.

Vor 2 Wochen waren wir das erste Mal in den „New Territories”, also dem Gebiet nördlich der Stadt, welches sich bis an die chinesische Grenze erstreckt und erstaunlich viel Natur bietet. Wir waren wandern, und wurden dabei von sehr aufdringlichen Affen geärgert (wir hatten die Warnschilder übersehen, die darauf hinwiesen den Affen nicht in die Augen zu schauen und möglichst nichts zu essen während sie zuschauen). Die Tour endete dann in einem kleinen Fischerdorf, wo wir frische Meeresfrüchte aßen und das erste mal das chinesische Festland sahen. Das die Gegend völlig Touristenfrei war, machte die Tour besonders angenehm.

An Halloween, gingen Matthias und ich mit den Summerschool Studenten die wir in Berlin betreut hatten, in den „Ozean Park“, einem mit Disney Land konkurrierendem Freizeitpark hier in Hongkong, der berühmt dafür ist eine besonders gruseliges Halloween Event zu organisieren. Es war wirklich gut! Auch in Texas war ich mal an Halloween in einem Six-Flags Vergnügungspark, aber das war nichts dagegen. Der Park war wirklich gruselig gestaltet, und mit vielen Schauspielern die Gäste zu erschreckten. Das viele Leute in Hongkong an Geister glauben, und daher ohnehin sehr schreckhaft sind, war es ein Spaß mit der Gruppe einen Abend dort zu verbringen.

Letztes Wochenende waren wir dann mit Sams Vater auf Lamar Island wandern. Es ist angenehm, dass man in so kurzer Zeit aus der Uni raus, auf eine neue Insel mitten in die Natur kann. Ich genieße es jedesmal wieder.

Das Wetter hier ist noch immer sehr warm (27 Grad) und es soll bis Weinachten auch nicht viel kühler werden. Ich bin im Moment aber sehr gespannt auf das Wetter in den Philippinen, da ich heute einen Flug nach Manila gebucht habe, und mit ein paar Leuten, das nächste Wochenende auf irgendeiner Insel verbringen werden. Aber davon nächste mehr.

Ganz lieben Gruß an Alle zu Hause! Ich vermisse es Euch um mich zu haben, und freue mich immer wieder von Euch zu hören!

Jan


Causeway Bay


Rush Hour in der U-Bahn - Hier gibt es tatsächlich Leute deren Job es ist and der Tür zu stehen und ein zu drücken, um so viele Menschen wie möglich in eine Bahn zu bekommen...


Hongkongs Party-Viertel für Ausländer - Lan Kwai Fong


Von Links: Sam, Matthias, Karen und Jason vor der Wanderung


Nach 20 Minuten landet man in der Wildniss, und wird von Affen begrüßt.


Alter englischer Bunker auf einem Berg


Auch im Auto war man nicht wirklich sicher...


Ein typisches Bild in Hongkong


Die Speisekarte vor dem Restaurant. Bestellt wird durch Fingerzeig.


Sam und Karen im Seafood Restaurant


Im Hintergrund: Shengzhen - Mainland China


Tracy, ich und Yuki im Ozean Park an Halloween



Einer der Verkleideten die ständig durch die Menge liefen um Leute zu erschrecken



Seepferdchen



Größstes Aquarium Asiens



Die ganze Gruppe



Wandern auf Lammar Island



Mein Versuch eine nicht ganz funktionstüchtige Maschiene zurückzusetzten...



Fischer vor Lammar Island



Die Löcher sind wegen des Feng Shui glaubens notwendig. Es heist das Hinter den Häusern im Berg ein Drache wohnt und wenn man den Eingang zu seiner Höle verbaut, Bringt dies Unglück für die Bewohner des Hauses. Daher lässte man einfach ein Loch im Gebäude, so dass der Drache ungehindert hindurch fliegen kann.


Mein Mitbewohner Hao, mit einem Fisch den ihm seine fürsorgliche Mutter geschickt hatte.