Hallo Ihr Lieben,
bevor ich von mir selbst berichte, möchte ich meinen beiden Großvätern, Opa Dieter und Opa Wolfgang gute Besserung wünschen! Ich denke an Euch und hoffe, dass Ihr schnell wieder auf den Weg der Besserung gelangt!
Ich bin im Moment sehr damit beschäftigt das Semester abzuschließen (Klausuren!) und deshalb meistens nicht mehr in der Stimmung etwas zu schreiben, wenn ich spät nachts die Bücher aus der Hand lege.
Seit meinem letzten Eintrag habe ich viel Neues gesehen und erlebt.
vor zwei Tagen habe ich mein US-Visum erhalten. Es ist erstaunlich, dass die Amerikaner mehr über mein Leben wissen wollten als ich selbst noch wusste. Ich musste richtig Nachforschungen anstellen als es darum ging, alle Arbeitgeber mit Kontaktdaten, alle Schulen mit Adresse etc. und alle Länder die ich in den letzten 10 Jahren besucht habe, samt Jahreszahl, aufzulisten. Auch war das Visum nicht gerade billig. Da die Formalitäten über eine Austauschorganisation laufen müssen und an jeder Ecke Gebühren verlangt werden, hat mich die ganze Aktion diesen Monat 750 € gekostet. Alles nur damit ein kleiner Aufkleber in meinem Pass eine weitere Seite belegt. Ich bin allerdings sehr erleichtert, das es am Ende doch so problemlos verlaufen ist das Visum in Hongkong zu beantragen. Jetzt habe ich meinen Rückflug nach Deutschland umgebucht, so dass ich wirklich erst nach dem Praktikum in Michigan, am 15. August wieder in Deutschland sein werde.
Ein beeindruckendes Erlebnis war unser Kurzurlaub auf den Philippinen. Besonders die unbeschreibliche Armut die uns dort erwartete hat mich tief beeindruckt. Es wird einem bewusst dass man auch von Traumstränden und Sonnenuntergängen nicht Satt wird. Alles in Allem war es eine sehr schöne, interessante Zeit mit vielen neuen Erfahrungen. Ein besonderes Erlebnis war es, einen Abend mit Einheimischen Jugendlichen in unserem Alter etwas trinken zu gehen. Wir haben die ganze Nacht vor einer 24 Stunden Bäckerei zugebracht und uns über Gott und die Welt unterhalten, getrunken und gegessen. Ganz ohne die sonst so üblichen Versuche uns etwas zu verkaufen, herumzufahren etc. Es war bewegend so mit den Jungs dort, auf einer Augenhöhe herum zu albern, und wie es Jugendliche überall auf der Welt tun, mit Freunden einen Abend "rumzuhängen". Es hat uns einen völlig anderen, viel persönlicheren Eindruck in das Leben dort und die Mentalität der Menschen beschert. Trotz der überwältigen Armut (der Tageslohn beträgt zum Teil 0,60€ am Tag) sind es Lebensfrohe, lustige Menschen und wir hatten eine Menge Spaß.
Zurück in Hong Kong habe ich mich dann vor Allem der Uni zugewandt. Ausnahmen waren das deutsche Oktoberfest im Mark O' Polo Hotel, bei dem wir zusammen mit der Band aus München, ausgelassen deutsche Schlager gesungen haben, und ein paar Ausflüge mit der Gruppe von "Locals" mit denen Mathias und Ich öfter etwas unternehmen. Dazu gehörte auch ein Besuch im deutschen Restaurant, so dass ich jetzt erst mal wieder mit deutschen Essen und Bier versorgt worden bin. Mit anderen Austauschstudenten waren wir außerdem auf der Pferderennbahn. Das Wetten dort ist das einzige legale Glückspiel in Hongkong und wird sehr ernst genommen. Taxifahrer studieren Jede Woche die Auswertungen der Rennen und Verfassung von Jockeys und Pferden. In der Rennbahn selbst, ist alles dann etwas gehobener, aber ein großer Spaß. Ich habe bei jedem Rennen gewonnen, und bin mit gut 300 HKD (30€) mehr in der Tasche nach Hause gefahren. Ein gutes Ergebnis, da ich immer nur 10 - 20 HKD (1-2 €) pro Rennen gesetzt hatte...
Noch eine Bemerkung zu meinem Bart. Wir haben zusammen mit anderen Austauschstudenten, mit dem Hintergedanken unsere Männlichkeit zu beweisen und zur Schau zu stellen, am "No-Shave-November" teilgenommen. Dieser ist nun glücklicherweise vorbei und ich bin wieder frisch Rasiert... :-)
So jetzt ist es schon wieder nach 2 Uhr Nachts und ich sollte mich langsam ins Bett begeben. Ich werde wohl nach den Klausuren wieder dazu kommen ein Update zu schreiben. Bis dahin!
Die für europäische Verhältnisse doch recht Große Strecke die wir für unseren Wochenendtrip zurücklegten. Ich denke ich werde mitlerweile meine CO² Bilanz, auf Lebenszeit versaut haben.
Das Sicherheitspersonal in Manila. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig das jedes Hostel mit Pumpgun bewacht wird.
Manila
Einer der Minibuse. Diese rausgeputzten Winzlinge sind das wohl beliebteste Fortbewegungsmittel.
Noch einer...
Ja. Es gibt länder in dieser Welt die in den Genuß eines 24 Studen Lieferservice von McDonald's kommen...
Manila
Fahrt von Cebu nach Batayan Island
Fortbewegungsmittel für jede Tages- und Nachtzeit... Sie bringen einen für ein par Pesos überall hin.
Dart
Batayan Island. Das Foto wurde direkt vor der Tür unserer Hütte aufgenommen. Wir konnten vom Bett direkt ins Wasser fallen.
Fahrt nach Virgin Island zum Schnorcheln
Mein vom Biertrinken gestählter Körper am Strand...
Jason
Kinder dir nach Peso Stücken tauchten die Leute von der Fähre aus ins Wasser warfen.
Forts San Pedro in Cebu
Rückflug nach Hong Kong
Happy-Vally Horse Racing
Mein Glückspferd.
Einer der Sonnenuntergänge die ich im Moment jeden Abend aus meinem Fenster raus genießen kann, währen ich versuche mich auf meine Bücher zu konzentrieren..
Noch einer...
Mein Arbeitsplatz...
Essen im King Ludwig, mit unseren "locals"
Der Beweis das ich dann und wann auch eine Präsentation halten muss...
Deutsches Oktoberfest. Eine sehr deutsche Veranstaltung mit der Skyline von Hong Kong im Hintergrund.