Wir hatten uns entschlossen in China erst einmal keine Flüge zu buchen, sondern mit dem Zug zu fahren. Die Zugfahrt nach Shanghai war sehr angenehm. Wir hatten die „Soft-Sleeper“ Klasse gebucht und hatten zu Dritt (Julietta, Mathias und Ich) ein Vier-Bett Abteil für uns allein. Die Fahrt war angenehm und ich war ein bisschen überrascht wie angenehm es ist mit dem Zug durch China zu reisen. Shanghai selbst war dann sehr aufregend, da es (zumindest für mich und Julietta) ja die erst Reise in „Mainland China“ war.
Wir hatten aufgrund der Jahreszeit wahrscheinlich nicht das schönste Shanghai vor uns, und es war ein bisschen erschreckend wie sehr das eigene (Vorurteil-) Bild von einer zum Teil sehr dreckigen, teils hochmodernen, durch Arm und Reich gespalteten chinesischen Metropole bestätigt wurde. Während Hong Kong doch recht „westlich“ ist (Obwohl ich diesen Begriff ungerne verwende, da, auch wenn man teils oberflächlich betrachtet den Eindruck bekommt das eine „Verwestlichung“ Stattfindet, die Kultur, die sich in den Einstellungen oder im leben in den eigenen Vier Wänden wiederspiegelt, eine sehr chinesische/asiatische ist), wirkte Shanghai sehr zwiegespalten. Auf der Haupteinkaufsmeile wird unter der Kommunistischen Fahne der Kaufrausch ausgelebt, mit den gleichen Restaurant, Geschäften und Luxusgütern die wir kaufen, man sieht wenig Ausländer und es kommt dann und wann vor, das man angesprochen wird ob man ein Foto zusammen machen könnte. Dies liegt wohl daran das viele Chinesen aus abgelegenen Provinzen Chinas in Shanghai als Touristen unterwegs sind (vielleicht nicht zuletzt aufgrund der Unfähigkeit ins Ausland reisen zu dürfen) und den Anblick von Ausländern nicht kennen. Vielleicht waren aber auch meine roten Haare einfach zu exotisch…
Silvester war auch eher klein, da die Chinesen eigendlich nur ihr eigenes Neujahrsfest im Februar wirklich groß feiern. Wir fuhren dennoch zum Peoples Square um uns mit ein paar tausend anderen Menschen das kleine Feuerwerk anzuschauen. Ich weis nicht ob es wert war wirlich hin zu fahren, da wir einen Taxifahrer bestechen mussten um uns später wieder nach Hause zu bringen. Bei solchen Massenveranstaltungen schlägt sich das Mißverhältniss von Angebot und Nachfrage sehr schnell in einem 500 prozentigen Anstieg der Taxipreise nieder. Da es sich bei diesen jedoch im normalfall nur um centbeträge handelt, war es die 7 Euro oder so werd, um nicht noch kilometer weit nach Hause laufen zu müssen...
Der "Eingang" nach China.
Julietta in unserem Zugabteil
Fast Food
Unser Silvester Feuerwerk. Viel mehr war dann auch nicht...
Blick vom 100. Stockwerk des Shanghai Financial Center in fast 500 m Höhe
der 431 km/h schnelle Transrapid
Shopping
Eines der "Ich-hab-nen-Ausländer-gesehen" Andenken Bilder
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